Scale-Rumpf Spirit S-76
Die Entwicklung der Maschine begann bei Sikorsky Mitte der 1970er Jahre. Zielgruppe waren Firmen, die einen mittleren Geschäftshubschrauber suchten, sowie die Ölbohrindustrie. Als Grundlage der Entwicklung dienten Erfahrungen aus der Entwicklung der militärischen Sikorsky UH-60. Der Prototyp, der für den Transport von 2 Piloten und 12 Personen ausgelegt war, erhielt als Antrieb zunächst zwei Allison 250C30-Turbinen mit je 478 kW.
Die S-76A war die Hauptproduktionsvariante. Der Typ errang 1982 mehrere Klassenrekorde im Bereich Steigleistung, Höchstgeschwindigkeit und Gipfelhöhe.
Nach der S-76A errang die S-76B im Jahr 1987 mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h den Geschwindigkeitsweltrekord in ihrer Klasse.
Bis Dezember 2005 war Serie S-76C+ in Produktion, die mit Turboméca Arriel 2S1-Triebwerken und FADEC ausgerüstet ist. Weiter verbessert wurde das Cockpit mit einem EFIS von Honeywell ausgerüstet. Der Heckrotor konnte durch Konstruktionsänderung deutlich leiser gemacht werden. Zur Komfortsteigerung werden aktive Geräusch- und Vibrationsdämpfer eingesetzt. Der Hauptrotor wird jetzt aus Verbundwerkstoffen gefertigt. Die S-76 wird seit dem Jahr 2000 bei AERO Vodochody in Tschechien gefertigt. Die Endmontage erfolgt in Stratford (Connecticut) im Werk der Sikorsky Aircraft Corporation.
Die seit dem 3. Januar 2006 zugelassene S-76 C++ verfügt über die leistungsfähigeren Turboméca Arriel 2S2, einen Ansaugluftfilter, ein verbessertes und leiseres Getriebe sowie Detailänderungen an der Innenausrüstung und der Elektronik. Insgesamt liegen für die Maschine 92 Bestellungen von (1/2006). Der Basispreis liegt bei 10 Millionen US-Dollar (2009).
Die neueste Variante wird als S-76D bezeichnet und hatte ihren Erstflug am 7. Februar 2009 am William P. Gwinn Airport (26° 54? 24? N, 80° 19? 9? W26.90662-80.319124) in der Nähe von West Palm Beach mit Cheftestpilot Greg Barnes und Mike Hardywaren an Bord. Die Nutzlast erhöht sich gegenüber der S-76C++ um 454 kg (1000 lb) und die Reichweite um 92 km (50 nm). Bei den technischen Verbesserungen ist der Ersatz der Turboméca Arriel Triebwerke durch zwei Pratt & Whitney 210S Wellenturbinen, die jeweils 926 kW (1241 PS) leisten, besonders bemerkenswert. Die S-76D besitzt einen Leise-Modus für Flüge in geräuschsensiblen Gebieten[1]. Die Serienproduktion soll 2010 anlaufen, mit den ersten Auslieferungen im gleichen Jahr.
Der Scale-Rumpf ist passend für viele Mechaniken der 450er Klasse. unter anderem für die KDS-Modelle, T-Rex usw.