Kuscheltier – Woher kommst Du?
Ein Kuscheltier ist ein aus Plüsch (oder einem anderen weichen Werkstoff) bestehendes Kinderspielzeug in Tier- oder fernerhin vielmals in ausgefallener Form. Die populärste Gestalt des Kuscheltiers ist die des Teddybären.
Ein Plüschtier wird gewöhnlich einem Knirps bereits im Alter des Säuglings überlassen und “begleitet” es dann während der gesamten Kindheit. Aus diesem Grund haben Kinder oft eine feste Beziehung zu ihrem Plüschtier, sogar dann noch, falls dieses bereits Schäden aufweist noch dazu schäbig ist. Obgleich das Kuscheltier an sich ein nicht-lebendiger Gegenstand ist, wird er in der eigenen Vorstellungswelt des Kleinen als lebendes Geschöpf gesehen, das dem Sprössling zum einen anvertraut ist und das im Unterschied dazu als Schutzgeist oder Spielkamerad des Kleinen dient.
Kuscheltiere können Trostspender, Einschlafhilfen, Freunde, Gefährten, Sammlerstücke und vieles mehr bedeuten. Im Rettungsdienst werden des Öfteren Plüschtiere bei jungen Kranken verwendet, um sie von Schmerz und der ungewohnten Sachlage abzulenken. Der Psychoanalytiker Donald Winnicott beschrieb die Aufgabe des Kuscheltieres mit dem Begriff des Übergangsobjekts, anhand dessen Mitarbeit das Kind den Ausgang aus der symbiotischen Mama-Kind-Bindung des Säuglingsalters auffange.